Tolle Knollen und kulinarische Alleskönner

Manchmal kommt es uns so vor, als wüsste Mutter Natur ganz genau, was wir brauchen. Jetzt im Herbst beschenkt sie uns noch einmal reich. Und zwar mit ziemlich tollen Knollen und vitaminreichen Allroundern, die den Körper mit wertvollen Vitaminen versorgen und uns gesund und munter durch die kalten, dunklen Monate des Jahres begleiten – wenn man weiß, wie! Die Kunst der Gemüseverwertung wird bei uns in Südtirol seit Generationen zelebriert. Heutzutage lässt sich Kürbis, Bete, Kohl und Co. dank Herd und Tiefkühltruhe so einfach wie nie als alpines Superfood verwenden und haltbar machen. Wir möchten euch heute einladen, mit uns in den Bauerngarten zu gehen, unsere Lieblingsgemüsesorten kennenzulernen und ein paar Ideen für eure eigene Küche zu sammeln.

Kohl tut wohl

Schon die indogermanische Sprache kannte ihn, den „kaul“. Entstanden aus dem Urkohl, gibt es heute viele seiner Abkömmlinge, sie sind als Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl oder Wirsing bekannt. Kohl ist ein klassisches Wintergemüse und kommt besonders in der alpinen Küche in verschiedenen Varianten vor. Was wäre ein Braten ohne Rotkohl? Oder die Südtiroler Tirtlan ohne Sauerkraut? Lange Zeit als „Arme-Leute-Essen“ in Verruf geraten und verschmäht, erlebt der Kohl eine wahre Renaissance. Man muss ja nicht gleich eine Kohlsuppen-Diät machen, aber verschiedene Kohlsorten in den herbstlich-winterlichen Speiseplan zu integrieren, ist eine gute Idee. Schließlich steckt Kohl voller wertvoller Inhaltsstoffe. Vor allem der Vitamin C-Gehalt kann sich sehen lassen. Aber auch die sekundären Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und der Eiweißbaustein Methylmethionin können uns dabei helfen, gesund und munter durch den Winter zu kommen.

 

Beete voller Bete

Ebenfalls nicht fehlen in unserem herbstlichen Bauerngarten darf das Rübengewächs Rote Bete. Bei uns oft als „Rohnen“ bezeichnet, hat dieses Gemüse ihren Ursprung wahrscheinlich in Nordafrika. Die alten Römer brachten sie dann auch in unsere Gefilde. Ihre typische knallpinke Farbe hat diese Rübe erst seit dem 19. Jahrhundert, ihre gelben und gestreiften (!) Geschwister kommen aber immer mehr in Mode und schmecken genauso gut. In Südtirol lieben wir unsere „Rohnenknödel“ mit ihrer wunderbar pinken Farbe – unser Tipp: Knödel auf Vorrat machen und ungekocht einfrieren! Fast schon Kultstatus hat inzwischen auch das Rote Bete-Capriccio, das mit seinem erdig-süßlichen Geschmack eine äußerst gesunde Alternative zum tierischen Klassiker ist.

 

Ein Hoch auf den Kürbis!

Das Herbstgemüse schlechthin ist – genau, der Kürbis! Dieser orange Geselle ist zwar kein Ur-Südtiroler, hat aber längst seinen Weg in die heimische Küche gefunden. Der Ursprung des Kürbisses liegt in Bolivien, wo er schon vor über 10.000 Jahren angebaut wurde. In Europa sind Kürbisse seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Bei uns findet man dieses Gemüse in köstlichen Ravioli, Gnocchi oder Risotto. Eine gute Idee, Kürbis haltbar zu machen, ist ein asiatisch angehauchtes Kürbis-Chutney, Experimentierfreudige sollten sich unbedingt einmal an geräuchertem Kürbis versuchen. Wir im Valsegg verarbeiten unsere Kürbisse am liebsten zur klassischen Kürbissuppe. Unser Küchenchef aus dem Gourmetrestaurant Eggile war so lieb und hat sein liebstes Rezept für euch aufgeschrieben:

 

 

Die Valsegg Kürbissuppe

Zutaten:

  • 200 g geputzte Kürbisse
  • 20 g Lauch
  • 20 g Karotten
  • 2 Kartoffeln, mittelgroß
  • 1 Eigelb
  • 50 ml Sahne
  • Mehl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Etwas Thymian Pfeffer und Salz
  • Kürbiskerne und Kürbisöl

Kürbis schälen, ¼ davon als kleine Würfel für die Einlage weichkochen und bereitstellen. Den Rest zum Verkochen klein schneiden. Lauch, Karotten und Kartoffeln ebenfalls fein schneiden und in einem Topf mit Butter und dem Kürbis dünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen, Knoblauch und Gewürze dazugeben und pürieren. Vor dem Servieren die kleinen Kürbiswürfel, Sahne und Eigelb einrühren. Sollte die Suppe zu dünn sein, mit etwas Mehl binden.

Tipp: Ihr könnt die Suppe auch mit geröstetem Speck und Zwiebelstreifen servieren oder mit Kürbiskernen und Öl verzieren.

Unsere
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Die größten Wunder offenbaren sich im Kleinen. Wir lieben es, innezuhalten und genau hinzuschauen. Die Welt rund um unsere Ferienchalets in Südtirol ist voller wunderlicher Geschichten, die wir nur zu gerne mit euch teilen.

Gäste-
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Ganz ehrlich. Ungeschönt. Und voller echter Erfahrungen. Hier lest ihr, was andere Gäste über das Valsegg sagen.

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